Page 6 - Turnverein Rapperswil-Jona Vereinsheft 2023-1
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Schoss Nidberg, zur Grafschaft Sargans, zum Testament von Bischof Tello,
          vom Kloster Mels, zum Gonzenbergwerk und dem Städtchen Sargans.
          Der  Höhenweg  führte  uns  vorerst  entlang  des  Weinbauwegs  bis  nach
          Heiligkreuz,  durch  Wälder  mit  schöner  Herbstfärbung.  Unsere  Jacken
          hatten wir längst ausgezogen und bei dem ständigen Auf und Ab kamen
          wir zeitweise ins Schwitzen. Der Weg führte sogar durch Schluchten mit
          wackligen  Brücken,  vorbei  an  rauschenden  Wasserfällen  und  war  sehr
          abwechslungsreich.  Mal  ging  es  steil  bergwärts,  dann  wieder  durch
          schmale  rutschige  Kieswege  abwärts.  So  wurden  die  von  Andreas,
          unserem Reiseleiter vorgegebenen Angaben von 430 m aufwärts und 480
          m abwärts teils auch unter Jammern erfüllt.

          Gegen Mittag verliessen wir den Höhenweg und standen schon bald vor
          dem Versuchsstollen Hagerbach. Aus dem Stollenlabyrinth von rund 90
          Kilometern  Länge  wurden  einst  Erze  wie  Hämatit  und  Hausmannit
          gefördert.  Die  letzten  Mineure  verliessen  1966  das  Bergwerk.  1970
          gründete der Bergingenieur Dr. Rudolf Amberg den Versuchsstollen als
          Forschungs‐  und  Entwicklungseinrichtung  für  den  Tunnelbau.  Vorerst
          standen  Versuche  der  Bohr‐  und  Sprengtechnik  im  Vordergrund,  dann
          wurde auch ein Schiessstand in Betrieb genommen. Ein Baustoffprüflabor
          und eine Betonanlage für Betonspritzversuche kamen bald dazu. Heute
          umfasst  die  Arbeit  ein  breites  Spektrum  an  Dienstleistungen  aus allen
          Bereichen des Untertagbaus vom Ausbruch über Ausbau, Abdichtung bis
          zur Sicherheit.
          Zu unserem Glück wurde ab 1979 eine Kantine eröffnet und im Restaurant
          im Berginnern waren für uns Tische gedeckt. Jack offerierte uns zu seinem
          Geburtstag,  den  er  einen Tag zuvor feiern  durfte ein Glas  kühlen
          Weisswein,  einen  Federweissen  aus  der  Gegend,  herzlichen  Dank.  Und
          weil die Kehlen so gut geölt waren, sangen wir für Ueli, der einen Tag
          später Geburtstag feierte ein «Happy birthday», das im Stollenrestaurant
          speziell tönte. Das Video von Andreas hatte Ueli sicher erfreut.
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